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Die Shakur Familie - Assata Shakur
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"Das FBI kann keinen Beleg dafür finden, daß ich geboren bin. Auf dem FBI-Fahndungsplakat ist mein Geburtsdatum mit dem 16. Juli 1947 angegeben und in Klammern hinzugesetzt: ›Nicht durch Geburtsurkunde belegt‹. Wie dem auch sei, ich bin jedenfalls geboren. Meine Schwester Beverly kam fünf Jahre später zur Welt. Meine Mama gab mir den Namen JoAnne Deborah Byron. ... Meine Mutter und mein Vater ließen sich kurz nach meiner Geburt scheiden. Ich lebte bei meiner Mutter, meiner Tante Evelyn Williams, meiner Großmutter Lulu Hill und meinem Großvater Frank Hill in einem Haus im Bricktown-Teil von Jamaica, New York."
Dies ist ein kurzer Auszug aus der Autobiographie »ASSATA« (Atlantik Verlag), die seit 1990 auch in deutscher Sprache verfügbar ist und zu einem Standardwerk über Leben und Widerstand in Black America geworden ist.
Assata Shakur war Anfang der 70er Jahre untergetaucht, weil sie wie andere Mitglieder der Shakur Familie auch zur Zielscheibe des COINTELPRO geworden war.
Als Assata Shakur 1973 zusammen mit ihrem Lebensgefährte Zayd Malik Shakur (Tupacs Onkel) von einer Streifenpolizei angehalten wird, kommt es zu einem Schusswechsel, bei der sie angeschossen und schwer verletzt ins Gefängnis gebracht wird.
Als einzige Frau wurde sie in einem Männergefängnis isoliert.
Zayd Malik Shakur überlebte die Polizeikugeln nicht.
Am Ende einer Reihe von Prozessen, die alle mit Freisprüchen endeten, wurde Assata Shakur schließlich 1977 in einem letzten Anlauf unter einer konstruierten Anklage wegen angeblichen Polizistenmordes zu lebenslanger Haft verurteilt.
Ein Kommando der Black Liberation Army (mit beteiligt war auch Dr. Mutulu Shakur) befreite sie am 2. November 1979 mit einer List ohne Waffengewalt aus dem Hochsicherheitsgefängnis von Clinton, New Jersey.
Auf Umwegen erreichte sie später Kuba, wo sie seitdem politisches Asyl genießt, studieren und arbeiten kann.
Hier noch ein Interview ausschnitt in dem Assata Shakur über ihren Neffen redet:
"Was hältst du von Tupacs Musik?"
Ich denke, dass Tupac ein Genie war. Er hatte so viel Talent.
Ich liebe seine Musik, obwohl ich nicht mit allem übereinstimme was er sagt oder mit den Voraussetzungen auf denen er aufbaut.
Er hatte es drauf die schlechten Dinge so anzugehen, dass viele Leute es im Endeffekt nicht wiedererkannt haben, noch weniger aber hätten es ausdrücken können.
Wie denkst du über seine widersprüchliche Rolle als Kinder der (Black Panther) Bewegung und, auf der anderen Seite, Gangster Rapper?
Dieses widersprüchliche Bewußtsein, über das du redest gibt es überall.
Leider ist es nichts Neues.
In den 60ern und 70ern zeigten es Menschen wie Huey Newton und Eldrige Cleaver (Black Panther Mitglieder),
und mischten revolutionäre Politik mit dem Leben eines Gangsters.
Diese geisteszerstörende Maschine arbeitet ohne Pause, gibt uns kistenweise Kraft und Geld anstatt Gerechtigkeit.
Wir sind alle ein bisschen durcheinander und fühlen uns wie manipuliert.
Mir ist es egal wer du bist,hat uns Hollywood eingeredet.
Das Frei-sein hat viel mit einem klaren Kopf zu tun.
Ich höre all diese Rapper,die übers Echtsein reden,aber gleichzeitig große Träume bzw Phantasien verkaufen.
Diese Rapvideos,gedreht in erdachten Clubs,Casinos,gemieteten Villen,um gemietete Swimming Pools herum,in gemieteten Yachten,gemieteten Privatflugzeugen,gemieteten Helikoptern...
Die meisten Rapper machen kaum Gewinne.
Tupac war eine Ausnahme.
Er war nur 25 Jahre alt als er starb,und eines der Dinge die mich traurig machen ist, dass es keine starke Gemeinschaft von afrikanischen Revolutionären gab, die ihn schützten und ihm halfen, zu reifen.
Die,die ihn liebten,taten alles was sie konnten,aber sie mussten gegen einige sehr starke, verführerische, negative Einflüsse ankämpfen.
Als eine Bewegung, denke ich, müssen wir mehr in die Erziehung und Unterstützung einbezogen werden.
Schwarze Menschen, Afrikanische Menschen, werden genauso diskriminiert und brutal dargestellt wie wir damals in den 60ern, und Rassismus ist viel zu finden auf den Tagesordnungen von den demokratischen und republikanischen Parteien.
Wir müssen wieder eine Bewegung aufbauen,die fähig ist die Menschen zu liberalisieren.
Wir können Tupac nicht zurückholen, aber wir können etwas aus seinem Tod lernen.
Du kannst viel Liebe aus Tupacs Liedern raushören.
Wir müssen eine Welt erschaffen wo alle Tupacs dieser Welt reifen und lieben können,ohne Angst haben zu müssen,dass irgendein idiot mit einer Glock ihnen das Hirn aus dem Kopf ballert.
So lange wie ich mich mit sowas beschäftige,müssen Rapper mehr Zeit mit lernen und "sich durchschlagen" verbringen.
Wir brauchen eher weniger Nonsens als den Mythos, dass Tupac am Leben sei.
Es ist mir egal wer du bist oder was du tust, wenn das Microphon vor dir ist, erzähl etwas wertvolles!
The Eyes of the Rainbow - Die Augen des Regenbogens
Assata Shakur - ein Symbol für Würde und Widerstand
Dieser Dokumentarfilm erzählt die Lebensgeschichte der afroamerikanischen Freiheitskämpferin Assata Shakur.
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